EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Neustadt (Kr Marburg) von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten Bahnstation Neustadt (Kr Marburg) Bahnstation Neustadt (Kr Marburg)
Bau und Streckeneröffnung Der Bauabschnitt zwischen Treysa und Kirchhain, der zunächst eingleisigen Main-Weser-Bahn ist am 4. März 1850 von der Kurhessischen Staatsbahn fertiggestellt worden. Die Eröffnung der 199,8 km langen Gesamtstrecke war am 15. Mai 1852. Das Empfangsgebäude Neustadt (Kr Marburg) Der variierte Typenbau von 1849 (ähnlich Kirchhain) nach einem Entwurf von Julius Eugen Ruhls war ein fast symmetrischer Backsteinbau im Rundbogenstil des romantischen Klassizismus. Er befand sich an der Stadtseite westlich der Eisenbahnstrecke. Der dreistöckige, giebelständige zentrale Turm mit Satteldach markierte den Eingangsbereich. Beidseitig davon ihm waren zweigeschossige, traufenständige Anbauten errichtet worden. Im Erdgeschoss waren in den Portalarkaden mit Terrakottabögen die Fenster mit Zierbrüstungen entstanden, deren Oberlichter mit originaler Radialversprossung erhalten geblieben sind. Die Stockwerke wurden durch Gurtgesimse optisch getrennt. Die Brüstung des Obergeschosses erhielt aus gelbem Terrakotta hergestellte quadratische Verzierungen.Im Erdgeschoss befanden sich die Wartesäle, die Fahrkarten- und Gepäckausgabe sowie verschiedene Diensträume. Das Obergeschoss war zur Dienstwohnung des Bahnhofsvorstehers ausgebaut worden. Die beidseitige Erweiterung des Gebäudes durch abgestufte Anbauten in Traufenstellung entstand wahrscheinlich erst später. Dabei baute man im Nordwesten auch einen neuen Güterschuppenanbau aus Backstein. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse III. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Um 1910 wurde ein Personentunnel zum überdachten Inselbahnsteig gebaut. Der Stückgutverkehr wurde 1976 eingestellt und das Gleis zum Güterschuppen zurückgebaut. 2001 schloss die Deutsche Bahn AG (DBAG) die Schalterhalle. 2009 verkaufte die DBAG das Stationsgebäude an eine Immobiliengesellschaft. Was hat sich verändert, was ist geblieben Die heute nur noch selten anzutreffenden radial versprossten Oberlichter der Fenster sind im Original erhaltenen geblieben. Das Dach des Güterschuppens musste erneuert werden. Dabei wurden die Stützen des überkragenden Daches leider entfernt. Das Empfangsgebäude ist in einem guten Zustand und steht unter hessischem Denkmalschutz.
Bahnhof um 1914
Luftaufnahme
Bilder Neustadt (Hessen)
Bahnhof um 1914
Die Eisenbahn “kam” am 4. März 1850 nach Neustadt (Hessen). Also 36 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Neustadt (Hessen) hatte zu diesem Zeitpunkt wenig Einwohner (Ende 2019 waren es 9.945 Einwohner).
Planung und Konzession Main-Weser-Bahn Kassel Hbf Frankfurt (Main) Hbf 246,0 PANORAMA